Sequenzielle Autogasanlage


Die sequenzielle Autogasanlage bildet eine der drei in Deutschland erhältlichen Autogasanlagen. Hier unterscheidet man zwischen teilsequentieller und vollsequenzieller Anlage. Bei der teilsequentiellen Anlage bläst ein Dosierventil, das elektronisch gesteuert wird, das Gas in den Ansaugstutzen. Hierbei kommt es nicht zu einem Leistungsverlust, da es keine Querschnittsverengung im Ansaugstutzen gibt. Die teilsequentielle Anlage hat den Vorteil, dass sie auch in Fahrzeuge älteren Baujahres eingebaut werden kann. Dies ist jedoch sehr teuer und wird daher nur noch selten gemacht. Aus diesem Grunde wird es auch von vielen Umrüstern nicht mehr angeboten. Bei der vollsequentiellen Anlage gibt es je ein Dosierventil pro Zylinder. Die Anlage errechnet die Einblasdauer für das Gas anhand der Einspritzdauer unter Benzinbetrieb. Es gibt bei dieser Anlage keine Benzindüse, sondern eine Gasdüse. Die Umrüstung eines mit Benzin betriebenen Fahrzeugs auf die vollsequentielle Autogasanlage ist nur möglich, wenn eine sequentielle oder gruppensequentielle Benzineinspritzung vorhanden ist. Die vollsequentielle Anlage erfüllt die Abgasnorm Euro 4. Dies ist wichtig, da sonst keine TÜV-Abnahme erfolgt. Weiterhin müssen sowohl eine Bescheinigung über den ordnungsgemäßen Einbau als auch über die Dichtheitsprüfung gemäß VDTÜV 750 vorliegen.

Umweltschutz ist eine Chance und keine Last, die wir tragen müssen.

-Helmut Sihler (*1930), östr. Topmanager-